Video-Marketing.

Bildstark Geschichten erzählen.

Einleitung – Was ist Video-Marketing?

Video-Marketing bedeutet heute vor allem Marketing im Web – das Internet wird als Distributionskanal genutzt. Video-Marketing eignet sich für alles, was mit klassischen Marketing-Maßnahmen erreicht werden soll – ob Markenaufbau, Markenbekanntheit, Kundenbindung oder Produktwerbung. Um Video-Marketing zu betreiben wird Content benötigt, außerdem müssen Zielgruppen / Buyer Personas definiert werden. Plattformen, auf denen die Videoinhalte zu sehen sein werden, sind auszuwählen. Und falls mit dem Video geworben wird, müssen Online-Anzeigen gesteuert werden.

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1. Warum Online-Video-Marketing funktioniert

Im Vergleich zu klassischen Medien wie Fernsehen erzielt Video-Marketing sehr hohe Reichweiten – günstig und mit wenig Streuverlust. Das liegt unter anderem daran, dass nicht nur Menschen Videos lieben, sondern auch Suchmaschinen. Sie sorgen dafür, dass die Nutzer Videoinhalte zu allen erdenklichen Themen finden. Online-Videos sind beliebt wie nie – über 30 Minuten kostenlosen Video-Content schaut sich ein Nutzer in Deutschland durchschnittlich pro Tag an. YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Und Social Media Plattformen wie Instagram und TikTok, wo vor allem kurze Videos – sogenannter Snackable Content – konsumiert wird, gehören zu den beliebtesten Apps weltweit.

Video-Plattformen und -Apps ermöglichen den Nutzern eine direkte Interaktion – sie können Videos liken, teilen und kommentieren. Diese Handlungen erhöhen zusätzlich die Reichweite und machen Video-Content zum unverzichtbaren Teil einer Marketing-Strategie.

2. Video-Marketing im B2B

Prozesse und Produkte attraktiv präsentieren, das eigene Unternehmen und das Team vorstellen, beraten und die Kundenverbindung stärken – auch im B2B-Bereich lohnt sich der Einsatz von Videos.

Sobald Sie in Ihrem Marketing-Mix mehr Bewegtbilder einsetzen, werden Sie schnell merken, dass Ihre Kunden und Geschäftskontakte Videos lieben – denn sie sind auch Menschen und reagieren entsprechend auf Geschichten in bewegten Bildern. Trauen Sie sich einfach und entwickeln Sie Ihre Video-Marketing-Strategie!

3. Video-Marketing-Strategie

Von den Grundlagen der Video-Erstellung bis zur SEO – wer Video-Content als Marketing-Instrument erfolgreich einsetzen möchte, muss planvoll vorgehen. Am Anfang heißt es: Ziele und Zielgruppen definieren. Wen will ich an welchem Punkt der Customer Journey erreichen? Was möchte ich damit erzielen? Die gesteckten Ziele müssen messbar sein – denn nur dann kann man seine Inhalte optimieren und mit jedem Video besser werden. Das Festlegen von Zielen und Zielgruppen bestimmt die Video-Art.

4. Video-Arten

  • Emotional, lustig, faktengetrieben – ein Werbespot kann vielfältig sein und ist meist ein kurzes Video, mit dem Aufmerksamkeit für ein Produkt erzielt wird.
  • Möchte man die Funktionsweise eines Produkts vorstellen oder ein spezielles Thema erläutern, fährt man gut mit einem Erklärvideo oder How-to.
  • Möchte man sein Produkt eher sachlich und nutzenorientiert vorstellen, ist ein Produktvideo
  • In einem Imagevideo glänzen das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Mit ästhetischen Bildern werden beim Zuschauer positive Assoziationen mit der Marke erzeugt.
  • Das Webinar ist ein interaktives Seminar, bei dem Experten Wissen vermitteln und Fragen zu einem Spezialthema beantworten. Es findet meist auf einer speziellen Plattform live statt und kann für spätere Zwecke aufgenommen und aufbereitet werden.
  • Das Testimonial- oder Referenzvideo ist eine der wichtigsten Video-Arten im B2B. Dabei spricht ein zufriedener Kunde eine Empfehlung für eine bestimmte Marke oder ein Produkt aus. Referenzvideos punkten durch Authentizität und Emotionalität – und sind, wenn gut gemacht, eine der besten Möglichkeiten, um bei Partnern sowie bestehenden und potenziellen Kunden zu punkten.

Es gibt noch weitere Video-Arten und oft vermischen sie sich miteinander. Je klarer das Ziel, die Zielgruppe und die Botschaft definiert sind, desto aussagekräftiger ist der Video-Content.

5. Die Phasen eines Video-Projekts

Hat man seine Ziele und Zielgruppen definiert und sich auf eine Video-Art festgelegt, gilt es, einen Plan auszuarbeiten. Denn einfach drauflos zu filmen führt selten zum gewünschten Ergebnis.

Phase 1: Konzept

Ob Interview oder Drohnenaufnahmen – in das Video-Konzept fließen nicht nur mögliche Interview-Fragen und Drehorte ein, sondern am besten auch schon ein konkretes Skript bzw. Drehbuch.

Wie lange soll das Video werden? Welche Geschichte will ich erzählen? Wie gestalte ich den Spannungsbogen? All diese Fragen müssen beantwortet werden – das Konzept ist die inhaltliche Ausgestaltung des Videos. Es ist hilfreich, das Ganze in Schriftform festzuhalten und mit den Beteiligten abzusprechen.

Phase 2: Organisatorisches

Das Konzept hilft auch dabei, rechtzeitig beteiligte Personen über ihren Part im Video zu informieren. So haben sie genug Vorlaufzeit, um sich auf den Dreh vorzubereiten. Auch der Kameramann wird es danken, hat er doch bereits vor dem Dreh einen Plan, wo und wie viele Personen abgedreht und welche zusätzlichen Schnittbilder aufgenommen werden sollen. Müssen noch Drehgenehmigungen eingeholt werden, ist jetzt der Zeitpunkt dafür. Man will am Drehtag nicht vor verschlossenen Türen stehen oder wegen nicht beachteter Auflagen den Dreh abblasen müssen.

Phase 3: Dreh

Bevor es an das Set geht, muss die passende Video-Ausrüstung zusammengestellt werden.

Kamera

Von der Webcam bis zur professionellen Videokamera – es gibt eine riesige Auswahl an Kameras, jede hat ihre Stärken und Schwächen. Gute Kameras gibt es mittlerweile in kompakter Form zu erschwinglichen Preisen. Wichtig ist, dass man sein Equipment beherrscht und weiß, welche Kameraeinstellungen in welcher Situation die gewünschte Bildqualität liefern.

Ton

Die Auswahl eines passenden Mikrofons ist wichtig, denn oft wird die Qualität des Tons bei einer Videoaufnahme vernachlässigt. Richtig guter Ton kann wahre Wunder wirken und das Video stark aufwerten. Die Art des Mikrofons wird passend zur Situation gewählt. Dreht man ein Interview, sind kleine Ansteckmikros (Lavaliermikrofone) die erste Wahl. Sie liefern bereits sehr gute Qualität und können unauffällig an der Kleidung befestigt werden. Geht man hingegen in eine Diskussionsrunde mit vielen Personen, eignen sich eher Deckenmikrofone oder Mikrofonangeln. Alternativ kann man auch mit mehreren Ansteckmikros arbeiten.

Licht

Die richtige Beleuchtung ist mitentscheidend dafür, ob das Filmmaterial gut wird oder nicht. Damit Räumlichkeiten und Personen ins rechte Licht gerückt werden, muss man sich ein paar Fragen stellen: Benutze ich die natürliche Lichtquelle Sonne oder nehme ich künstliches Licht dazu? Welche Stimmung möchte ich erzielen – eine natürliche und freundliche Atmosphäre oder eine dramatische Szenerie mit starken Schatten? Meist wird im Video-Marketing eine natürliche Umgebung bevorzugt und mit Kunstlicht akzentuiert. Je nach Position und Leuchtstärke der Lampen wirken Augen lebendiger (Lichtreflex in der Pupille), Gesichtszüge weicher oder Konturen schärfer.

Zubehör & Zusatzequipment

Ob zusätzliche Akkus für die Kameras und Mikrofone, Kontrollmonitore, Speicherkarten oder Objektive – der Zusammenstellung des Zubehörs sollte besondere Aufmerksamkeit und Sorgfalt geschenkt werden. Nichts ist peinlicher, als während des Drehs festzustellen, dass der Ladestand des Akkus zur Neige geht und man Ersatzakkus vergessen hat. Am besten plant man das Zubehör mit einer Checkliste und sorgt mit einer Zubehörtasche für Ordnung.

Ein wichtiges Zubehör ist das Stativ. Es sorgt für eine ruckelfreie Aufnahme und erleichtert das Arbeiten ungemein. Gute Stative müssen nicht teuer sein; vor allem fürs Filmen sollten sie jedoch ein paar Funktionen bieten, zum Beispiel eine Schwenkfunktion.

Will man seine Aufnahmen abwechslungsreich gestalten und dem Zuschauer andere Perspektiven zeigen, so ist der Einsatz eines Gimbals oder einer Drohne eine Option. Mit einem Gimbal, also einem Stabilisierungssystem, erzeugt man weiche, ruckelfreie Bilder auch in Bewegung. Kameradrohnen liefern beeindruckende Bilder aus der Vogelperspektive und werden vom Boden aus ferngesteuert. Für den Einsatz einer Drohne sind die jeweils gültigen gesetzlichen Regelungen zu beachten, z. B. erforderlicher Drohnenführerschein, Flugzonen etc.

Am Set

Beim Dreh sind vor allem zwei Punkte wichtig: Aufgabenverteilung und Arbeitsklima. Jeder im Team sollte wissen, was er zu tun hat. Man definiert die Rolle jedes einzelnen Mitwirkenden am besten vor dem Dreh und geht so gut vorbereitet und professionell ans Set. Die richtige Aufgabenverteilung sorgt auch für ein entspanntes Arbeitsklima. Hektik beeinflusst nicht nur die Stimmung negativ, auch die Aufnahmen leiden darunter. Ein eingespieltes Team arbeitet fokussiert und sorgt für eine termingerechte und erfolgreiche Produktion.

Alternative zum Dreh: Die Animation

Hat man keine Ressourcen für ein gefilmtes Video oder will man bewusst eine andere Form von Bewegtbildern einsetzen, sind Animationen eine beliebte Alternative. Besonders Erklärvideos sind oft Motion Graphics. Ob Whiteboard- oder Cartoon-Animationen – es gibt unzählige Macharten von animierten Bildern. Bei der Umsetzung von Animationen helfen professionelle Agenturen und Freelancer. Wie beim Realfilm gilt auch hier: Das Zusammenspiel von Konzept, Story und handwerklichen Fähigkeiten ist entscheidend für die Qualität des Endprodukts.

Phase 4: Schnitt

Ist das Videomaterial im Kasten, geht es in den Schnitt oder die sogenannte Post-Production. Hier wird aus den einzelnen Videosequenzen ein Gesamtkunstwerk anhand des Konzepts und Skripts erstellt.

Zunächst muss das gesamte Material ins Schnittprogramm importiert, gesichtet und sortiert werden. Dann wird der Rohschnitt erstellt. Hier kümmert man sich noch nicht um Ton oder Farben – der Inhalt steht im Vordergrund. Ziel ist es, eine konzipierte Geschichte als Video zu präsentieren, das eine vordefinierte Länge hat. In Zeiten von TikTok und Instagram kommen eher kürzere Videos gut an. Das Wichtigste beim Rohschnitt: Kommt die Geschichte auf den Punkt und erzeugt beabsichtigte Emotionen? Wenn ja, dann geht es weiter zum Feinschnitt.

Phase 5: Feinschnitt

Hier werden nach Möglichkeit störende Elemente wie das klassische „Ähm“ oder der unsichere Blick in die Kamera weggeschnitten oder mit Schnittbildern kaschiert. Diese Schnittbilder oder Footage-Material können aus eigener Quelle stammen sowie über zahlreiche Stock-Portale zugekauft werden (Lizenzbestimmungen für Veröffentlichungen beachten!). Mit passendem Footage-Material und Musik zur Untermalung erschafft man mit seinem Video eine Stimmungswelt, in die der Zuschauer eintauchen kann.

Ist das Video inhaltlich komplett, geht es zum Feinschliff. Hier beschäftigt man sich vor allem mit dem Color Grading – das Video bekommt einen Look, indem Farben, Helligkeit, Kontrast etc. entsprechend angepasst werden. Am Schluss soll das Video wie aus einem Guss sein; die einzelnen Einstellungen sollten sich, was die Farbgebung angeht, nicht gravierend voneinander unterscheiden. Schließlich passt man noch das Audio der einzelnen Clips und der Hintergrundmusik so an, dass sie harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Die Sprecher sollten auf jeden Fall gut verständlich sein und mühelos herausgehört werden.

Phase 6: Veröffentlichung

Ist das Video fertig und exportiert, ist der nächste Schritt die Veröffentlichung. Doch Vorsicht: Die Datei einfach bei YouTube hochzuladen und auf hohe Aufrufzahlen zu hoffen, ist die falsche Strategie. Das Content Seeding, also das Verbreiten von Inhalten, muss im Umfeld der relevanten Zielgruppen geschehen, d. h. über passende Kanäle und Plattformen. Außerdem sind die Suchmaschinenoptimierung und weitere Maßnahmen wie die Schaltung von Werbung und das Erstellen begleitender Inhalte, z. B. Blogartikel, entscheidend für eine hohe Reichweite.

Phase 7: Optimierung

Erfüllt das veröffentlichte Video die gesteckten Ziele? Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf Metriken wie Aufrufzahlen, Gefällt-mir-Angaben, Kommentare und Shares. Diese Kennzahlen geben einen guten Einblick, wie das Video bei den Zuschauern ankommt. Lassen Reichweite oder Interaktion zu wünschen übrig, sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern sich an die Optimierung machen – die übrigens ein ständiger Prozess ist. Machen Sie die Zuschauer regelmäßig auf das Video aufmerksam – mit kurzen Teasern und Posts bei Social Media. Passen Sie die Keywords, den Titel und den Beschreibungstext immer wieder an und beobachten Sie, wie sich diese Änderungen auswirken.

6. Fazit: Video-Content ist unverzichtbar

Wo man sich im Internet auch umsieht – überall stößt man auf Videos. Und der Trend geht ungebrochen weiter. Alle Social Media Plattformen einschließlich LinkedIn sowie Google setzen vermehrt auf Video-Inhalte als treibende Medienart – damit ziehen sie die meisten User. Nutzen auch Sie das großartige Potential, das Video-Marketing bietet und zögern Sie nicht, Ihr (nächstes) Video-Projekt anzugehen!

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